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>> Udo Pastörs

 

 

Geboren: 1952 in Bad Zwischenahn [Niedersachsen]
Wohnort: Lübtheen
Ausbildung/Beruf: Juwelier
Organisationen: NPD-Ludwigslust,
Bürgerinitiative „Braunkohle Nein“ in Lübtheen
Funktionen: Stellvertretender Landesvorsitzender der NPD, Beisitzer im NPD-Kreisverband Ludwigslust


Udo Pastörs ist 54 Jahre alt und kommt aus Bad Zwischenahn bei Oldenburg in Niedersachsen. Er ist verheiratet, hat eine Tochter sowie ein Enkelkind. Pastörs ist gelernter Uhrmachermeister und hat daran eine kaufmännische Ausbildung angeschlossen. Seit einigen Jahren ist er in Lübtheen bei Ludwigslust ansässig und betreibt dort ein Uhren- und Schmuckgeschäft, welches er nur als eine Art Hobby betrachtet, da er nach eigenen Angaben beruflich lange im Ausland aktiv war und viel Geld im internationalen Gold- und Diamantenhandel verdient hat. Seit 2000 ist der Spitzenkandidat Mitglied der NPD und seit November 2005 stellvertretender Landesvorsitzender in Mecklenburg-Vorpommern. Im NPD-Kreisverband Ludwigslust fungiert er als Beisitzer. Vor seinem Beitritt zur NPD war er in der „Deutschen Liga für Volk und Heimat“(DLVH) aktiv. Udo Pastörs agierte in Lübtheen und Umgebung bisher ziemlich unauffällig und gilt selbst in der rechtsextremen Szene als „unbeschriebenes Blatt“. Allerdings hat seine Präsenz in der Öffentlichkeit im Zuge seiner Nominierung zum Spitzenkandidaten der NPD für die Landtagswahl erheblich zugenommen. So war er beispielsweise bei der NPD-Demonstration am 1. Mai 2006 in Rostock neben dem Parteivorsitzenden Udo Voigt und dessen Stellvertreter Holger Apfel einer der Hauptredner. In der NPD-Wahlkampfzeitung mit dem Titel „Es reicht!“ ist ein kurzes Porträt und ein Interview mit Pastörs zu finden, und die Juliausgabe der NPD-Zeitung die „Deutsche Stimme“ enthält ebenfalls ein Gespräch mit dem Spitzenkandidaten. Udo Pastörs gilt als gebildet, rhetorisch gewandt und ist in Lübtheen beliebt. Letzteres ist sicher seinem freundlichen Auftreten und der Tatsache geschuldet, dass er immer wieder persönliche Gespräche mit den Einwohnern sucht. Ihm sei es wichtig, sagt er in dem Interview in der „Deutschen Stimme“, dass neben dem „rein politischen Kampf“ auch „ein Gefühl der Mitmenschlichkeit, der Nestwärme, zu neuem Leben“ erweckt werde. Udo Pastörs engagiert sich zudem für kommunale Belange. So ist er Gründungsmitglied der Bürgerinitiative „Braunkohle Nein“ in Lübtheen, die sich gegen den geplanten Braunkohleabbau in der Region wendet. Es ist möglich, dass Pastörs seine Spitzenkandidatur dem Ermittlungsverfahren gegen den NPD-Landesvorsitzenden Stefan Köster verdankt. Zusammen mit Köster und Thomas Wulff bildet Udo Pastörs laut dem Mobilen Beratungsteam das organisatorische Zentrum der Neonaziszene in Westmecklenburg. Er sei das „ökonomische und agitatorische Rückrat“ dieser Region. Pastörs soll außerdem auf öffentlichen Veranstaltungen durch antisemitische und rassistische Ausfälle aufgefallen sein. 1998 war er Mitunterzeichner der zweiundzwanzigseitigen rechtsextremen Broschüre „Völkermord am deutschen Volk“, in der die Abschaffung des Asylrechts und die Abschiebung aller Asylbewerber und Gastarbeiter verlangt wurde. Die Bundesregierung habe die „klare Absicht, das deutsche Volk auszulöschen“. Dieser Aufruf, der seinen Ursprung in Dresden hatte, sei sogar „grundgesetzlich verankert“. Es wurde ein Sammelverfahren gegen Unbekannt wegen Verunglimpfung von Verfassungsorganen eingeleitet. Der Spitzenkandidat der NPD in Mecklenburg-Vorpommern meint, man müsse über Systemalternativen nachdenken. Die etablierten Parteien hätten das Land „völlig kaputtgemacht“. Um sich auf seine mögliche Zukunft als Abgeordneter im Schweriner Parlament vorzubereiten, hat Udo Pastörs gemeinsam mit Stefan Köster in den ersten beiden Aprilwochen 2006 ein Praktikum im sächsischen Landtag absolviert. Für den Wahlkreis 17 (Ludwigslust I) tritt Udo Pastörs zusätzlich als Direktkandidat an.


Quelle: Buchstein, Hubertus: Die Kandidaten der NPD für die Landtagswahl 2006 in Mecklenburg-Vorpommern






















































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